9. – 13. Schuljahr

Ronald Hild, Frank Rehm

4 Ecken im Quadrat

Wir stellen hier einige Strategie-Spiele für zwei Personen vor. Die Spiele können auch miteinander kombiniert werden. Hierdurch verändert sich die Schwierigkeit, aber auch die Dauer des Spiels. Natürlich ist es auch möglich, eigene Regeln aufzustellen. Neben dem Spielplan braucht man noch Spielsteine in zwei oder drei Farben. Oder man malt den Spielplan auf Karopapier und markiert die Eckpunkte mit farbigen Stiften.
Spiel 1: Ecken im Quadrat (klassische Variante)
Ziel des Spiels ist es, die vier Eckpunkte eines Quadrates zu besetzen. Die Größe des Quadrates ist dabei beliebig. Abwechselnd setzen die Spieler einen ihrer Steine auf einen der freien Eckpunkte. Wer zuerst ein Quadrat erreicht, gewinnt. Abb. 1 zeigt Beispiele dafür, keinen Partienverlauf. Eine Partie kann auch unentschieden enden.
Spiel 2: Rechtecke
Das Spielfeld wird zu einem Rechteck. Die Spielregeln bleiben im Vergleich zum Originalspiel (Spiel 1) unverändert.
Variante: Das Ziel des Spiels ist es, Rechtecke zu bilden (Abb. 2 ). Dadurch entstehen automatisch viel mehr Möglichkeiten. Quadrate zählen ebenfalls zu den Rechtecken, nehmen in dieser Spielvariante jedoch eine Sonderrolle ein: Wer ein Quadrat bildet, verliert! Das heißt, ein Spieler kann einen anderen zwingen, ein Quadrat zu bilden und so selbst den Sieg davon tragen.
Spiel 3: Diagonal
Bei dieser Version löst man sich von der Vorgabe, die Eckpunkte des Quadrats müssten durch Linien direkt miteinander verbunden sein. Abgesehen davon, bleiben die Spielregeln unverändert: Es wird abwechselnd gezogen. Wer zuerst ein Quadrat erzeugt, gewinnt. Abb. 3 zeigt Beispiele für mögliche Quadrate.
Spiel 4: Blockadesteine die gestohlene Möglichkeit
Bei dieser Spielvariante werden die Spielmaterialien um 4 rote Blockadesteine ergänzt. Abwechselnd stellen die Spieler die Blockadesteine auf beliebige freie Schnittpunkte. Die von den Blockadesteinen besetzten Punkte können nicht mehr für Quadrate (oder Rechtecke) benutzt werden. Danach wird wieder abwechselnd versucht, ein Quadrat (oder Rechteck) zu legen. Abb. 4 zeigt ein Beispiel für die Verteilung der Blockadesteine.
Spiel 5: Punktewertung
Bei dieser Variante müssen die Eckpunkte des Quadrates auf miteinander verbundenen Linien liegen (klassische Variante). Es wird solange gespielt, bis alle Felder besetzt sind. Dann werden die Punkte gezählt.
Variante A: Für jedes Quadrat gibt es einen Punkt. (Man kann seine Steine so positionieren, dass man mit einem Zug zwei oder mehr Quadrate schließen kann und dafür auch ein Quadrat eines Gegners in Kauf nehmen.)
Variante B: Es werden die Felder gezählt, die im Inneren eines Quadrates liegen, d.h. die Anzahl der Einzelfelder eines Quadrates. Dabei spielt es keine Rolle, ob Schnittpunkte innerhalb des Quadrates von eigenen oder gegnerischen Steinen besetzt sind.
Spielpläne für 4 Ecken im Quadrat
Wer besetzt zuerst auf dem Raster vier Ecken eines Quadrats?
Spielt zu zweit. Jeder braucht 18 Plättchen einer Farbe (z.B. weiß/schwarz).
Für Spiel-Variante 4 braucht ihr 4 andersfarbige Plättchen als Blockadesteine.
Ihr könnt auch ohne Plättchen spielen und mit Stiften eure Positionen markieren.

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