Mathe im Alltag: Neue Prepaid-Zeiträume

Handytarife galten als gutes Beispiel für proportionale Zusammenhänge - bis die Flatrate kam. Nun gibt es einen aktuellen Anlass, diese Flatrate genauer unter die Lupe zu nehmen. Wurde früher etwa eine Flatrate mit 9,99 € pro Monat angeboten, sind es bei einigen Anbietern nun 9,99 € für 4 Wochen. Um wie viel Prozent steigern sich durch diese Umstellung meine jährlichen Handykosten bzw. der erzielte Gewinn des Anbieters?

Wie viel mehr kostet die Handy-Flatrate im neuen 4-Wochen-Rhythmus im Jahr?

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Nicht nur bei den Handy-Flatrates, auch bei Fitness-Studios wird an manchen Stellen im 4-Wochen-Takt abgerechnet. Welche Folgen das hat? Nun, ein Jahr hat 365 Tage. Diese kann man auf 12 Monate verteilen und somit 12 mal einen Beitrag erheben. Oder eben auf die 7-Tage-Woche verteilen, das gibt 365 : 7 ≈ 52 Wochen und dann zu 4er-Paketen schnüren, also 52 : 4 = 13 mal einen Beitrag erhalten. 

Shrinkflation  

Mit diesem Effekt wird eine Kostensteigerung (Inflation) geschickt verborgen - wenn man nicht nachrechnet. Das Fachwort dazu lautet Shrinkflation, eine angelsächsische Wortschöpfung aus schrink (= schrumpfen) und inflation (= Inflation). In der Regel versteht man darunter das Verkleinern der Portionsgrößen oder das Abfüllen einer geringeren Menge, die unter gleichbleibend hohem Preis verkauft wird. Besonders diskutiert wurde der Effekt 2016 in der Britischen Presse, als dort 2016 in der Vorweihnachtszeit die beliebte Toblerone-Schokolade in den Läden lag, bei der plötzlich zwischen den bekannten Zacke größere Lücken klafften (wie zum Beispiel The Telegraph berichtete). Eine andere Toblerone-Version tauchte bei gleicher Verpackung und gleichem Preis auf einmal mit reduziertem Gewicht (stat 400 g nur noch 360 g) auf. 

In der Regel gewöhnen sich die Kunden schnell an kleinere Produktmengen, vielen fällt die geringere Menge vermutlich erst einmal gar nicht auf, weil sich optisch an der Verpackung nichts ändert. Die kleingedruckte Gewichtangabe wird auch selten zu Rate gezogen, da hilft eher der konsequente Blick auf die "Preis pro Kilogramm"-Angaben. Da die alten Produkte bald verkauft sind, hat man auch keinen direkten Vergleich mehr. 

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